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  • AutorenbildSimea Merki

ENTSCHEIDUNGEN TREFFEN – MANCHMAL GAR NICHT SO LEICHT!


Es gibt Entscheidungen, die will man am liebsten gar nicht treffen. Die einen sind so wichtig, dass sie Angst machen, andere sind zu komplex. Da vergeht ein Tag, bis man überhaupt das Problem versteht. Schliesslich trifft man eine Entscheidung. Und was passiert? Man tritt jemandem mit dem Vorschlag auf die Füsse. All das macht entscheidungsfaul. Zum Glück gibts zahlreiche Techniken, die helfen, gute Entscheidungen zu treffen. Ein paar stellen wir dir hier vor.

 

Pro-Contra-Liste


Der Klassiker. Du erstellst eine Liste: Was sind Vorteile und Nachteile? Am Schluss schaust du die Liste durch, zählst und gewichtest die einzelnen Punkte. Die Nachteile sind vielleicht weniger schwerwiegend. Oder ein einzelner Vorteil drückt alle Nachteile in den Hintergrund. Die Pro-Contra-Liste eignet sich besonders für persönliche Entscheidungen, weil man emotionale Kriterien einfliessen lassen kann.


Entscheidungsmatrix


Die Entscheidungsmatrix ist deutlich mathematischer:


  1. Pro Wahlmöglichkeit eine Spalte erstellen.

  2. Kriterien in Zeilen eintragen.

  3. Mit Zahlen von 1 bis 10 die einzelnen Felder bewerten.

  4. Die Spalte mit den meisten Punkten gewinnt.


Vorteil: der ganze Entscheidungsprozess ist weniger emotional, weil am Schluss gerechnet wird. So entsteht auch eine eindeutige «beste» Alternative.


Ein kleines Beispiel:


Die Frage lautet: «Was soll ich heute Mittag essen?»


Wahlmöglichkeiten: Fastfood, Salat, Italienisch.


Kriterien: Wie gesund ist das Essen?, Ist es teuer? (Achtung Verwirrung: Ein tiefer Preis ist gut und wird also hoch bewertet!), Ist das Restaurant zu dieser Zeit normalerweise überlaufen oder hats noch viel Platz?


Die Matrix sieht so aus:

Entscheidungsmatrix
Entscheidungsmatrix

Gemäss der Entscheidungsmatrix gibts heute einen Salat!


Entscheidungsbaum


Der Entscheidungsbaum erinnert an ein Sportturnier. Einzelne Wahlmöglichkeiten werden gegeneinander ausgespielt, die bessere kommt eine Runde weiter. Das Ganze wird wiederholt, bis nur noch EINE Möglichkeit übrigbleibt.


Das ist praktisch, wenn man viele ähnliche Möglichkeiten hat. Der Entscheidungsbaum funktioniert nur in diesem Fall. Wenn es lediglich zwei Optionen gibt, hilft er nicht.


Entscheidungsbaum
Entscheidungsbaum

Das 10-10-10-Modell


Diese Methode dreht sich um die Auswirkungen von einer Entscheidung. Dreimal zehn steht für 10 Minuten, 10 Monate, 10 Jahre. Also: Was passiert in 10 Minuten, wenn ich mich so entscheide? In 10 Monaten? In 10 Jahren?


Das hat diverse Vorteile: Oft bewerten wir unmittelbare Folgen höher, weil sie uns direkter bevorstehen. Dabei gibt es Folgen von Entscheidungen, da «muss man durch», damit es nachher besser wird. Gleichzeitig kann die 10-10-10-Methode auch die Angst eliminieren. Wenn ich merke, dass meine Entscheidung in 10 Monaten schon keine Auswirkung mehr hat, wird Stress minimiert.


Die Best-Case- / Worst-Case-Analyse


Wie entscheidet man, wenn die Auswirkungen nicht eindeutig sind? Auch hier gibt es eine Technik. Du analysierst die möglichen Ausgänge und stellst Best- und Worst-Case-Szenarien auf. Dann wägst du ab: Welches Risiko kann oder will ich eingehen, damit vielleicht der absolute Best Case eintritt? Oder anders gefragt: Was darf auf keinen Fall passieren?


Licht aus!


Übrigens: Wusstest du, dass wir im Dunkeln besser entscheiden? Über diese skurrile Tatsache und noch weitere Mysterien zum Thema Entscheidungen sprach Raffaella in ihrem Beitrag. Hier geht’s zum vollen Text.

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